Mein beruflicher Weg begann früh. Direkt nach dem Abitur startete ich mit 17 ein duales Studium der Fitnessökonomie. Damit waren Theorie und Praxis von Anfang an miteinander verbunden. Was ich im Studium lernte, begegnete mir gleichzeitig im Arbeitsalltag – im Kontakt mit Menschen, im Training, im Vertrieb und zunehmend auch bei organisatorischen Aufgaben.
Früh anfangen heißt nicht, schon alles wissen zu müssen
Ein früher Start bedeutet nicht, von Beginn an einen fertigen Plan für die nächsten Jahrzehnte zu besitzen. Er bedeutet zunächst, echte Erfahrungen zu sammeln. Im dualen Studium musste Wissen nicht nur für eine Prüfung funktionieren. Es musste sich im Alltag bewähren.
Diese Verbindung ist mir bis heute wichtig. Ich lerne am meisten, wenn aus einer Idee eine konkrete Aufgabe wird und ich sehen kann, wo Theorie trägt, wo sie angepasst werden muss und welche Fragen erst in der Umsetzung entstehen.
Vom Bachelor direkt zum nächsten Entwicklungsschritt
Mit 21 schloss ich den Bachelor of Arts in Fitnessökonomie ab. Danach folgte der Master in Prävention und Gesundheitsmanagement. Die Schwerpunkte Betriebliches Gesundheitsmanagement sowie Marketing und Vertrieb passten gut zu der Schnittstelle, an der ich schon praktisch arbeitete: Menschen, Gesundheit, wirtschaftliche Zusammenhänge und funktionierende Abläufe.
Mit 23 war der Master abgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits Führungsverantwortung übernommen. Rückblickend war das kein Wechsel von „erst lernen“ zu „jetzt arbeiten“. Beides lief immer parallel. Neue Verantwortung brachte neue Fragen mit sich – und damit den nächsten Anlass, dazuzulernen.
Verantwortung lässt sich nicht nur aus Büchern lernen
Führung wird konkret, wenn Entscheidungen Auswirkungen auf andere Menschen haben. Dann reicht es nicht, eine Methode zu kennen. Es geht darum, Orientierung zu geben, verständlich zu kommunizieren, Erwartungen klar zu machen und auch dann ansprechbar zu bleiben, wenn etwas nicht nach Plan läuft.
Gerade deshalb sehe ich Verantwortung nicht als Endpunkt einer Entwicklung. Sie erhöht den Anspruch, sich selbst weiterzuentwickeln. Wer andere Menschen unterstützen oder Abläufe verbessern will, muss bereit sein, die eigene Arbeitsweise regelmäßig zu prüfen.
Weiterbildung endet nicht mit einem Abschluss
Von Juli 2025 bis Juli 2026 absolviere ich die Weiterbildung „Künstliche Intelligenz in KMU“. Der Fokus liegt auf KI-gestützten Arbeitsweisen, digitaler Kompetenz und Prozessoptimierung. Entscheidend ist für mich auch hier der praktische Bezug.
KI nutze ich nicht, um Lernen oder Verantwortung abzugeben. Ich nutze sie, um Gedanken schneller zu strukturieren, erste Versionen zu bauen, Informationen besser aufzubereiten und Ideen früher testen zu können. Daraus sind unter anderem meine Website und eigene App-Projekte entstanden.
Was ich aus diesem Weg mitnehme
Erfahrung entsteht durchs Tun
Planung hilft. Wirkliches Verständnis entsteht aber oft erst, wenn eine Aufgabe praktisch gelöst werden muss.
Verantwortung und Lernen gehören zusammen
Je größer die Verantwortung wird, desto wichtiger werden Reflexion, Klarheit und die Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln.
Fortschritt darf sichtbar werden
Nicht jede erste Version ist perfekt. Wichtig ist, anzufangen, Rückmeldungen aufzunehmen und gezielt besser zu werden.
Immer weiter bedeutet nicht: immer schneller
Weiterentwicklung heißt für mich nicht, ohne Pause dem nächsten Titel oder Projekt hinterherzulaufen. Es geht um Richtung. Um die Bereitschaft, neugierig zu bleiben und aus neuen Aufgaben etwas mitzunehmen.
Manchmal ist der nächste Schritt ein Abschluss. Manchmal ist es ein schwieriges Gespräch, ein verbesserter Prozess oder eine App, die ein kleines Alltagsproblem löst. Entscheidend ist, nicht stehen zu bleiben, nur weil etwas bereits funktioniert.